Besonderes in
Sachsen-Anhalt:

Himmelsscheibe von Nebra

Satzung der Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften von Sachsen-Anhalt

§ 1 Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen "Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften von Sachsen-Anhalt"
  2. die Arbeitsgemeinschaft hat ihren Sitz in 06132 Halle, Straße der Handwerker 2

§ 2 Zweck und Aufgabe

  1. Die Arbeitsgemeinschaft ist eine Vereinigung der Kreishandwerkerschaften auf Landesebene. Ihr Zweck ist die Wahrnehmung der gemeinsamen Interessen der Kreishandwerkerschaften.
  2. Dieser Zweck ist insbesondere durch

    1. Erfahrungsaustausch zwischen den Kreishandwerkerschaften
    2. Öffentlichkeitsarbeit (Kontaktpflege mit Behörden, Parteiorganisation usw.)
    3. Zusammenarbeit mit den Handwerksorganisationen und
    4. Versorgung der handwerklichen Spitzenorganisationen mit zweckdienlichem und statistischem Material für die dort zu erfüllenden Aufgaben sowie
    5. Unterstützung der Kreishandwerkerschaften bei der Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben nach der Handwerksordnung
    6. zu verfolgen.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglieder können alle Kreishandwerkerschaften werden, die ihren Sitz im Bundesland Sachsen-Anhalt haben.
  2. Gastmitglied können alle die der Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften S/A Nahestehenden, wie Verbände, Vereine und Versicherungen werden. Sie nehmen an der Mitgliederversammlung mit beratender Stimme teil.

Die Aufnahme erfolgt nach schriftlichem Antrag.

Über den Antrag entscheidet der Vorstand.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, welcher durch Kündigung erklärt werden muss. Die Kündigung kann nur zum Schluß eines Geschäftsjahres erfolgen und muss der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft mindestens drei Monate vor Jahresschluß schriftlich mitgeteilt werden.
  2. Durch die Beendigung der Mitgliedschaft werden bestehende Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Arbeitsgemeinschaft nicht berührt.
  3. Ausscheidenden Mitgliedern steht keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegen die Arbeitsgemeinschaft zu.

§ 5 Rechte der Mitglieder

Die Mitglieder haben Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung (§ 8). Jede Kreishandwerkerschaft hat eine Stimme.

§ 6 Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder sollen nach Möglichkeit,

    1. der Arbeitsgemeinschaft von allen Vorkommnissen, die deren in § 2
      niedergelegten Aufgabenkreis betreffen, Mitteilung machen sowie
    2. die Arbeitsgemeinschaft bei der Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben nach
      besten Kräften unterstützen.

§ 7 Organe

Die Organe der Arbeitsgemeinschaft sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und die Ausschüsse.

§ 8 Mitgliederversammlung

  1. Die in § 3 aufgeführten Mitglieder bilden die Mitgliederversammlung.
  2. Die Mitgliederversammlung tritt nach Bedarf zusammen. Sie muss einberufen
    werden, wenn der Vorstand dies beschließt oder, wenn mehr als 1/3 der Mitglieder die
    Einberufung schriftlich fordert. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche
    Benachrichtigung der Mitglieder.
  3. Die Mitgliederversammlung wird von dem Vorsitzenden des Vorstandes, bei
    dessen Abwesenheit von seinem Stellvertreter, geleitet.
  4. Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere

    1. die Wahl der Mitglieder des Vorstandes und der Ausschüsse sowie die Nachwahl bei vorzeitigem Ausscheiden eines dieser Mitglieder,
    2. die Beschlußfassung bezüglich des Haushaltsplanes und der Mitgliederbeiträge,
    3. die Genehmigung der Jahresrechnung und die Entlastung des Vorstandes,
    4. die Beschlußfassung über die Änderung der Satzung und die Auflösung der Arbeitsgemeinschaft, wenn diese Punkte in der Tagesordnung aufgeführt sind,
    5. die Genehmigung der Niederschriften über die Mitgliederversammlungen.

Die Beschlüsse zu 4) d) bedürfen einer ¾ - Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

§ 9 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, dem Geschäftsführer der geschäftsführenden Kreishandwerkerschaft und einem weiteren Geschäftsführer einer Kreishandwerkerschaft in Sachsen-Anhalt.
    Der Vorsitzende und sein Stellvertreter sollten Kreishandwerksmeister sein.
  2. Der Vorstand wird jeweils für fünf Jahre bestellt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, so hat in der nächsten Mitgliederversammlung eine Neuwahl zu erfolgen.
  3. Der Vorstand vertritt die Arbeitsgemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich und führt ihre Verwaltung. Er bereitet die Verhandlungen der Mitgliederversammlung vor und führt ihre Beschlüsse aus. Die Mitglieder des Vorstandes haften der Arbeitsgemeinschaft
    für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
  4. Willenserklärungen, die die Arbeitsgemeinschaft vermögensrechtlich verpflichten, bedürfen der Schriftform. Sie müssen von dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter unterzeichnet sein. Dies gilt nicht für die Geschäfte der laufenden Verwaltung. Diese
    kann der Geschäftsführer alleine tätigen (§ 11).
  5. Der Vorsitzende lädt zu den Sitzungen des Vorstandes ein und leitet sie. Der Vorstand ist beschlußfühig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des jeweiligen Sitzungsvorsitzenden.

§ 10 Ausschüsse

Bei Bedarf können von der Mitgliederversammlung Sonderausschüsse (Fachausschüsse) gebildet werden.

Die Entschließungen der Ausschüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

§ 11 Geschäftsführung

Die Arbeitsgemeinschaft errichtet eine Geschäftsstelle, die von einem Geschäftsführer geleitet wird. Er ist dem Vorstand für die Durchführung der Aufgaben der Geschäftsstelle und für die ordnungsgemäße Erledigung der ihm übertragenen Arbeiten verantwortlich. Der Geschäftsführer nimmt an den Sitzungen des Vorstandes teil. Er ist zu den Sitzungen der anderen Organe hinzuzuziehen, soweit es sich nicht um eigene Angelegenheiten handelt. Die Wahl des Geschäftsführers erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Mit der Wahl des Vorsitzenden sollte diejenige Kreishandwerkerschaft die Geschäftsführung und den Sitz erhalten, aus der der Vorsitzende kommt.

§ 12 Beiträge

Die Mitglieder leisten Jahresbeiträge, deren Höhe von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird. Der Jahresbeitrag ist zu Beginn des Rechnungsjahres (1. Januar - 31. Dezember) bzw. bei Eintritt zu zahlen.

§ 13 Haushalt

Der Vorstand hat einen Haushaltsplan aufzustellen und der Mitgliederversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen. Der Vorstand hat die Jahresrechnung in der nächsten Mitgliederversammlung genehmigen zu lassen.

§ 14 Verfahrensvorschriften

  1. Sitzungen werden vom Vorsitzenden, im Verhinderungsfall von seinem Stellvertreter, einberufen. Die Einladung mit der Tagesordnung muss zehn Tage vor der Sitzung abgesandt werden. Hält der Vorsitzende einen dringenden Fall für gegeben, so ist eine Abkürzung der Frist zulässig.
  2. Werden Anträge von Mitgliedern eingebracht, so sind diese auf die Tagesordnung zu setzen.
  3. Beschlüsse der Organe bedürfen, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, der Mehrheit der abgegebenen Stimmen (einfache Stimmenmehrheit). Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Die Abstimmung erfolgt auf Antrag eines stimmberechtigten Mitgliedes geheim.
  4. Wahlen erfolgen geheim durch Stimmzettel, auf widerspruchslosen Antrag hin durch Zuruf. Eine Wiederwahl ist zulässig.
  5. Über die Sitzungen der Organe und die darin gefaßten Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen, die von dem Sitzungsleiter und dem Geschäftsführer zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift ist an alle Mitglieder zu versenden, wobei Einsprüche innerhalb von 14 Tagen einzureichen sind.

§ 15 Bekanntmachungen

Die Bekanntmachungen der Arbeitsgemeinschaft erfolgen durch Rundschreiben.

§ 16 Inkrafttreten

Die Satzung tritt mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft am 11.05.1993 in Kraft.


gezeichnet:   Partheil
                     Vorsitzender